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Fotografieren im Herbst: 6 Tipps für stimmungsvolle Fotos

Traumhaft schön. Goldenes Licht, mystische Nebelschwaden und bunte Blätter, ab Oktober beginnt für Naturfotografen die schönste Jahreszeit. Fotografen zieht es in die Natur. Diese Farbenpracht muss fotografiert werden. Ich habe für Euch Foto-Tipps, Fotoideen und Inspirationen für stimmungsvolle Herbstfotografie zusammengetragen.

Fotografieren im Herbst: 6 Tipps für stimmungsvolle Fotos
Fotografieren im Herbst: 6 Tipps für stimmungsvolle Fotos

Fotografieren im Herbst. Meine 6 Fototipps und Fotoideen im Überblick:

  1. Mystische Nebelstimmungen: Der perfekte Morgen
  2. Kopf an Kopf: Pilze fotografieren im Herbst
  3. Herbstfotografie: Wasser, Landschaft und Langzeitbelichtungen
  4. Vergängliches: Herbst im Detail
  5. Herbstfotografie, der Blick himmelwärts
  6. Fotografieren im Herbst – bei fast jedem Wetter

1. Mystische Nebelstimmungen: Der perfekte Morgen

Der Herbst ist die Zeit des Nebels. Die Nächte werden länger, die Luft am Boden kühlt ab, die Luft wird feuchter und der Wasserdampf kondensiert. Voilà, Nebel.

 

Klare und windstille Nächte sorgen für die gewünschten Nebelschleier, vom dichten Nebel in den Tälern bis zu ganz feinen Schleiern über dem Boden der Landschaft. Mystische Nebelfotos im Herbst sind Hingucker in jedem fotografischen Portfolio.

Zur Fotografie im Herbst gehören mystische Nebelstimmung bei Sonnenaufgang, mein Tipp, wie diese gelingen
Wunderschöne Herbstfotos: Mystische Nebelstimmung bei Sonnenaufgang.

Raus aus den Federn. Wenn der Tag golden beginnt, und der Nebel die Landschaft umhüllt, findet Ihr das beste Licht für die Herbstfotografie. Diffuses Licht, Sonnenstrahlen im Gegenlicht, wabernde Nebelschleier über der Landschaft oder hoch oben auf dem Berg der Sonnenaufgang mit Nebel im Tal.

Auch wenn es Dir schwerfällt, grandiose Licht- und Nebelstimmungen warten auf Dich. Dafür lohnt sich noch so frühes Aufstehen.

Meine Foto-Tipps:

  • Plane Deine herbstliche Fototour zeitlich und örtlich im Detail vor. Damit Du zu richtigen Zeit am richtigen Ort bist.
  • Du wohnst in der Nähe? Prima, die schönsten Standpunkte kannst Du bereits vorher recherchieren und Du sparst Zeit.
  • Behalte die Wetterprognose im Blick. Es gibt einschlägige Wetterapps die auch Nebelprognosen inkludieren. Ich nutze die App, Windy. Neben verschiedenen Niederschlagsarten zeigt diese App auch niedrige Wolken oder Nebel an.

2. Kopf an Kopf: Pilze fotografieren im Herbst

Fotografie im Herbst, Pilzefotos gehören in jedes Fotoportfolio
Fotografie im Herbst, Pilzefotos gehören in jedes Fotoportfolio

Im Herbst sprießen sie empor. Klein und fein, bis in den November sind in feuchten Gebieten oder Wäldern Pilze zu finden. Pilze mögen es dunkel und feucht, verstecken sich in gerne in Mulden und unter Laub. Bodennah findest Du die schönsten Exemplare.

Blätter- bzw. Lamellenpilze sind wahre Kunstwerke. Bezaubernd sind die zarten Lamellen, die unter der Pilz-Kappe tanzen.

 

Die Wahl der Perspektive entscheidet über die Bildwirkung in der Pilzfotografie. Eine Untersicht wirkt besonders schön. Pilze kommen besonders gut zur Geltung, wenn wir diese von unten fotografieren. Bodennahe Aufnahmen aus der Unterperspektive lassen die Pilze imposant und größer erscheinen.


Ein Makroobjektiv bringt Dich nah genug an das Motiv. Ersatzweise hilft eine Makrolinse, die Du auf das Objektiv schraubst. Ich empfehle zudem ein Stativ und einen Fernauslöser, um jegliches Verwackeln zu vermeiden. Ein leichter Aufheller oder eine Taschenlampe helfen, den Pilz zu beleuchten.

Sorge für einen ruhigen Vorder- und Hintergrund, dadurch wirkt das Motiv harmonisch.

Mein Tipp:

Fragt bei den örtlichen Pilzvereinen, ob sie Dir schöne Plätze nennen können. In München bietet der „Verein für Pilzkunde München e.V.“  Wandungen zu schönen Pilzstandorten an.


3. Herbstfotografie: Wasser, Landschaft und Langzeitbelichtungen

Die warmen Farben des Herbstes zaubern der Landschaft ein malerisches Kleid. Von Ende September bis Mitte November fallen die Blätter und verteilen sich bunt in der Landschaft.

Durch Langzeitbelichtungen entstehen Fließspuren im Wasser. Ein schöne Ergänzung zum herbstlichen Laub.
Durch Langzeitbelichtungen entstehen Fließspuren im Wasser. Ein schöne Ergänzung zum herbstlichen Laub.

Die erdigen und warmen Farben des Herbstes bilden einen schönen Kontrast zu Bächen, Flüssen und Seen.

Fließendes Wasser kann unterschiedlich fotografiert werden. Spritzig mit einer schnellen Verschlusszeit, fließend mit einer Langzeitbelichtung. Aufnahmen mit Fließspuren des Wassers wirken besonders schön.

Meine Foto-Tipps:

  • Fließen im Fluss: Suche Dir einen tieferen Standpunkt.
  • Fotografiere mit einem Weitwinkelobjektiv. Dadurch erzeugst Du Räumlichkeit.
  • Wasser und Langzeitbelichtung. Viel zu viel Licht. Ein Graufilter verschafft Dir längere Verschlusszeiten.
  • Der Polfilter reduziert Reflexionen auf den Steinen und dem Wasser.
  • Für längere Belichtungszeiten und verwacklungsfreie Fotos setze ein stabiles Stativ ein. Billige und wacklige Stative sind für Langzeitbelichtungen nicht geeignet.

4. Vergängliches: Herbst im Detail

Herbst ist die Zeit der Vergänglichkeit. Die Natur zieht sich zurück und entwickelt bizarre Formen und Strukturen in endlos vielen Varianten.

 

Du findest Blätter, die wie Schiffchen aussehen, Farne gleich Sägeblättern oder Regentropfen, die auf dem Moos tanzen.

 

Herbstfotografie ist spannend und die Motiv-Vielfalt unendlich. Wenn Du Dich traust, aus dem Großen, mehr ins Kleine zu gehen.

 

Mit einem Makroobjektiv oder einer Makrolinse verändert sich die herbstliche Welt.

Details in der Herbstfotografie
Details in der Herbstfotografie

Meine Foto-Tipps:

  • Konzentriere Dich als Fotograf bei Deiner Fototour ausschließlich auf Herbst-Details.
  • Suche nicht nach dem Offensichtlichen, sondern nach dem Besonderen.
  • Und gehe nah ran, ganz nah ran.

5. Herbstfotografie, der Blick himmelwärts

Der Herbst beschenkt uns frei Haus mit beeindruckenden Motiven. Im Herbst ist das Licht weicher und bei gutem Wetter ist der Himmel bei Sonnenschein blau. An sonnigen Herbsttagen lohnt der Blick gen Himmel. Der blaue Himmel kontrastiert unvergleichlich mit der Farbpracht der Blätter.

Der Goldene Schnitt, in der Herbstfotografie ist die Bildgestaltung und richtige Bildkomposition wichtig.
Der Goldene Schnitt, in der Herbstfotografie ist die Bildgestaltung und richtige Bildkomposition wichtig.

Meine Foto-Tipps:

  • Fotografiere im Herbst Baumarten, die besonders intensive Farben ausbilden. Die herbstlichen Blätter des Ahorns leuchten intensiv rot und die der Buche gelb.
  • Achte auf die Gestaltung des Bildes. Eine schöne Bildkomposition ist gerade bei schlichten, jedoch wirkungsvollen Herbst-Motiven überaus wichtig. Grundsätzlich: Weniger ist mehr.
  • Setze einen Polfilter ein, damit das Blau des Himmels noch intensiver wird.

6. Fotografieren im Herbst – bei fast jedem Wetter

Trübes Wetter oder leichter Regen, ideal für Herbstfotografie. Das Licht ist diffus und das Licht weich. Sattes Rot bis kräftiges gelb, intensive Farben, die Herbstfotos strahlen.

Trübes und regnerisches Wetter sorgen für kräftige Farben in der Herbstfotografie
Trübes und regnerisches Wetter sorgen für kräftige Farben in der Herbstfotografie

Meine Devise: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Dem Menschen macht das Wetter nichts aus, unserer Ausrüstung jedoch sehr wohl.


Kamera und Objektive solltest Du vor Feuchtigkeit schützen. Viele Kameras sind vor Spritzwasser geschützt, jedoch nicht wasserdicht. Es macht somit Sinn, eine Regenschutzhülle mitzunehmen. Professionelle Regenschutzhüllen können im Handel oder Internet erworben werden.

Mein Tipp:

Manchmal wird man vom Regen überrascht. Bei leichtem Regen nutze ich gerne eine festere, durchsichtige Mülltüte. Die geschlossene Seite aufschneiden, am Objektiv vorne mit einem Gummi oder Klebeband fixieren und die Mülltüte über das Objektiv und die Kamera ziehen. Ein „Immer-dabei“, dass ich immer in meinem Kamerarucksack mitführe.



Hallo und herzlich Willkommen auf dem kreativen Blog der Fotoschule Fotodialoge aus München.

 

Mein Name, Dorothe Willeke-Jungfermann, Fotografin, Fototrainerin und Gründerin der Fotoschule Fotodialoge.

 

Du hast Anregungen und Tipps, melde Dich gerne bei mir.